"Wenn die SPÖ nun Minderheitenrechte stärken will,
dann muß man daran erinnern, daß die SPÖ mit ihrer parteipolitischen
Brille im Verfassungskonvent dies verhindert hat. Wenn nämlich was
herausgekommen wäre, dann wäre dies ein Erfolg für die Regierung. So
wurde seitens der SPÖ argumentiert. Jetzt stellt sich die SPÖ da her,
als ob sie der Hüter von Demokratie, Recht und Parlamentarismus in
Österreich wäre", kritisierte heute der Klubobmann des
Parlamentsklubs des BZÖ Abg. Herbert Scheibner in seinem
Debattenbeitrag die SPÖ.
Mut zur Ehrlichkeit forderte Scheibner auch bei Strache ein, denn
in der Türkeifrage habe er, Scheibner, mit Strache die Türkeilinie
festgelegt, die auch Linie der Regierung gewesen sei. "Nur Strache
hat nach zwei Tagen diese Linie verlassen", sagte Scheibner.
Eine Achse von Rot, Grün und Blau habe sich in der
Eurofighterfrage gefunden. Selbstverständlich fürchten wir uns nicht
vor diesem Ausschuß, aber der Hintergrund sei doch nicht etwas
aufzuklären, denn der FPÖ-Abgeordnete Bösch habe in der letzten
Legislaturperiode gemeint, daß diese Beschaffung die am besten
untersuchte Beschaffung überhaupt in der Geschichte der Zweiten
Republik sei. "Es geht in diesem Fall darum, daß zwei linke Parteien,
leider mit der Hilfe von Strache einmal mehr gegen die Grundsätze der
Landesverteidigung zu Felde ziehen", betonte Scheibner.
Der größte Finanzskandal in der Zweiten Republik hingegen sei
nicht so wichtig aufzuklären. Wichtiger sei nämlich für diese
Parteien die parteipolitische Agitation, schloß Scheibner.
Rückfragehinweis:
Pressereferat Parlamentsklub des BZÖ
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OTS0137 2006-10-30/13:10
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